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Milben bei Hunden

Milben bei Hunden. Ein gemeiner Parasit nistet sich leise und heimlich bei Ihrem Hund ein. Gemeint sind nicht die Zecken sondern die Milben, welche ebenfalls zu den Spinnentieren gehören. Krankheiten können Sie zwar nicht übertragen, dennoch kann ein massiver Milbenbefall beim Hund diverse Leiden auslösen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Milbenarten es gibt und was man dagegen tun kann.

Milben bei Hunden: Vorbeugen, erkennen und behandeln – Checkliste

Milben erkennen:

  • häufiges Kratzen
  • Schuppenbildung
  • Gereizte Haut
  • Wesensänderungen beim Hund
  • viel Ohrenschmalz

 

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Video – Hund hat Milben im Ohr:

Dieser arme Hund quält sich mit den nervigen Milben, welche sein Ohr befallen haben. An dieser Reaktion des Hundes kann man einen möglichen Milbenbefall erkennen.

Tipp: Die Ohren bei einem Hund sollten regelmässig kontrolliert werden.

 

 

Behandlung:

Milbenbefall vorbeugen:

Welche Milbenarten gibt es?

Die kleinen Plagegeister gibt es in verschiedenen Arten. Jede von Ihnen hat ihre eigenen Vorlieben. Damit man am effektiv und erfolgreich bei Milben bei Hunden vorgehen kann, sollten Sie sich über die jeweilige Milbenart informieren, da die Symptome und die Behandlungsmethoden unterschiedlich sein können.

Milbe vergrößert dargestellt

Milbe vergrößert dargestellt

Liste der bekannten Milben:

 

Grasmilbe:

Über die Grasmilbe: 

Die Grasmilbe, oder auch Herbstgrasmilbe genannt, lebt ca. 90cm tief unter der Erde. Gegen Ende des Sommers und im Herbst kommt Sie an die Oberfläche und wartet an Gräsern, Pflanzen und Büschen auf ein passendes Wirtstier. Eine Larve befällt das Tier und ernährt sich von seinem Blut ca. 2-3 Tage lang. Anschließend lässt die Milbe sich fallen und entwickelt sich zur ausgewachsenen Milbe.

Lateinischer Name:

Neotrombicula autumnalis

Symptome beim Hund:

Die Grasmilbe löst die oberste Zellschicht der Haut und saugt diese auf. Durch den Speichel der Milbe geraten Stoffe in die Haut welche die Haut des Hundes zum jucken bringt. Der Hund fängt also an sich an dieser Stelle zu kratzen oder zu lecken. Dadurch können flächige, blutige Hautveränderungen entstehen.

Beliebte Ansiedlungsorte:

  • Ohrmuschel
  • Ellenbogenbeuge
  • Bauch
  • Anus
  • Vulva
  • Pfotenzwischenräume
  • Schwanzspitze

Diagnose:

Juckreiz, gereizte Haut und/oder Haarausfall beim Hund. Am besten ein weißes Handtuch unter den Hund legen und ihn Bürsten. Wenn kleine orangerote Pünktchen auf dem Handtuch landen sind das Milben.

Behandlung:

Diese Milben bei Hunden verschwinden von selbst wieder. Sie verursachen jedoch einen sehr unangenehmen Juckreiz beim Hund und das kratzen etc. kann die Haut verletzen oder zu Entzündungen führen. Aus diesem Grund empfehle ich folgende Produkte um es dem Hund über die Dauer des Milbenbefalls so angenehm wie möglich zu machen

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Ohrmilben:

Über die Ohrmilbe:

Diese Milbenart ist die am häufigsten vorkommende Räudemilbe bei Raubtieren. Sie wird durch den direkten Kontakt übertragen und kann auch Menschen befallen.

Lateinischer Name:

Otodectes cynotis

Symptome beim Hund:

Die Ohrmilbe ernährt sich von der Lymphflüssigkeit, welche austritt wenn die Milbe die Oberhaut im Ohr ansticht. Die verursachte Hautverletzung und der Sekret des Speichels der Milbe, welcher in die Haut dringt, sorgt für Juckreiz beim Hund und eine vermehrte Absonderung von Ohrschmalz. Dies kann zu Entzündungen im Gehörgang führen oder sogar zu einer Infektion führen.

Beliebte Ansiedlungsorte:

  • Aüßerer Gehörgang / innere Ohrmuschel

Diagnose:

Starker Juckreiz beim Hund. Der Hund kratzt sich mit seinen Pfoten vermehrt am Ohr. Sehr häufig bildet sich vermehrt Ohrschmalz. Dieser kann eine rot/braune bis schwarze Farbe haben.

Behandlung:

Zuerst werden die Ohren gründlich vom Tierarzt gereinigt. Ein Tierarztbesuch ist hier dringend anzuraten! Der Hund bekommt Mittel für die Milbenabtötung und etwas gegen die Entzündung. Wichtig ist, dass die Behandlung über mehrere Wochen durchgeführt wird, da die Milben mehrere Wochen am Hund leben.

Folgend lassen sich folgende Präparate empfehlen um die Milben zu entfernen:

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Räudemilben:

Über die Räudemilbe:

Die Räudemilbe überträgt sich von Tier zu Tier.  Sie lebt auf der obersten Hautschicht von Hunden, Füchsen, Mardern. Auch Gamswild kann von dieser Milbenart befallen werden. Natürlich kann auch eine Übertragung über die Umgebung stattfinden.

Lateinischer Name:

Sarcoptes sca- biei var. canis

Symptome beim Hund:

Die weiblichen Tiere graben kleine „Tunnel“ in die oberste Hautschicht des Hundes. In diese Tunnel werden die Eier gelegt, in denen sich innerhalb von 17 – 21 Tagen eine Milbe entwickelt.

Üblicherweise wird ein sehr starker Juckreiz ausgelöst. Dementsprechend wird sich der Hund häufig kratzen und die Haut reizen und aufschürfen. Es folgen oft schnell Verkrustungen, Haarverlust und bakterielle Entzündungen. Wenn man den Milbenbefall länger unbehandelt lässt, kann sich eine Hautverdickung bilden (Elefantenhaut). Auch eine erhöhte Aggressivität, Ruhelosigkeit oder Gewichtsverlust bei Hunden, kann auf einen Milbenbefall hindeuten.

Beliebte Ansiedlungsorte:

  • Ohren
  • Augen
  • Nasenrücken
  • Ellenbogen
  • Bauch
  • Sprunggelenke
  • Rücken
  • Kopf

Diagnose:

Der Tierarzt entnimmt abgeschabte Haut und stellt die Räudemilben unter dem Mikroskop fest. Zuhause kann man den Milbenbefall durch häufiges kratzen bei Tag und Nacht beim Hund erkennen. Angedickte und schuppige Ohrränder deuten zusätzlich auf die Räudemilben hin.

Behandlung:

Da diese Milbenart auch unabhängig eines Wirtstieres überleben können und schnell andere Tiere im Haushalt befallen können, empfiehlt es sich alle Tiere mit gegen Milben zu behandeln. Um eine erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten, empfiehlt es sich zuvor den Hund mit einem hornschicht auflösenden Shampoo zu waschen. Dies erhöht die Wirksamkeit der Folgebehandlung auf der Haut.

Dieses Shampoo eignet sich für die Behandlung:

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Raubmilbe:

Über die Raubmilbe:

Diese Milbenart lebt in den Haaren und auf der Haut des Hundes. Sie ernährt sich von der Gewebsflüssigkeit und Hautpartikeln des Wirtstieres. Die weiblichen Milben spinnen ihre Eier um die Haare des Hundes herum. Eine Übertragung kommt häufig über andere Tiere zustande, kann jedoch auch über Alltagsgegenstände wie z.B. Hundekämme vorkommen, da die Tiere auch ohne dem Wirtstier überleben.

Lateinischer Name:

Cheyletiella parasitivorax

Symptome beim Hund:

Manche Raubmilben sind sehr klein und man kann sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Andere sind jedoch bis zu 0,5 Millimeter groß und werden dank ihres platten Körpers auch „wandernde Schuppen“ genannt. Schuppen sind es auch, was das aussagekräftigste Symptom beim Hund darstellt. Bei diesem Milbenbefall bildet der Hund eine deutliche erhöhte Schuppenbildung verbunden mit einem starken Juckreiz. Die Haare sind oft sehr ölig. Wichtig zu wissen: Bei älteren Tieren können unter Umständen keine Symptome auftauchen.

Beliebte Ansiedlungsorte:

  • Rücken
  • Kopf
  • Übergang Kreuzbein und Schwanzwirbel

Diagnose:

Man kann diese Tiere entweder mit bloßem Auge oder mit einer Lupe gut erkennen. Sollten die Tiere nicht oder schwer zu erkennen sein, kann man an vermutliche befallene Stellen einen Klebestreifen anbringen, abziehen und unter dem Mikroskop betrachten.

Behandlung:

Da die Milbe auch auf den Menschen übertragbar ist, empfiehlt es sich schnell mit der Behandlung zu beginnen. Auch die Umgebung des Hundes wie z.B. Hundekorb oder ein Hundekissen sollten mit behandelt werden um einen Neubefall zu vermeiden.

 

Haarbalgmilben:

Über die Haarbalgmilbe:

Diese Milben bei Hunden sind in den Haarbälgen (Haarfollikel) der Tiere zu finden. Diese Milben sind jedoch als normaler Bewohner der Haarfollikel anzusehen, soweit sie nicht in übermäßiger Anzahl anzutreffen sind. Sie ernähren sich durch das Anstechen der Kreatinozyten der Haarfollikel. Dadurch kann jedoch auch eine Verstopfung des Follikelausgangs verursacht werden und Talg sammelt sich an.

Lateinischer Name:

Demodex canis

Symptome beim Hund:

Man kann den Befall durch Schuppenbildung, Haarausfall und Juckreiz erkennen. Auch Talgbelag und Hautverdickungen können beobachtet werden. Sollte der Milbenbefall beim Hund nicht behandelt werden, können die betroffenen Stellen borken ähnlich werden und Hautverfärbungen vorweisen. Bei manchen Formen dieses Milbenbefalls kann der Juckreiz auch weg bleiben.

Beliebte Ansiedlungsorte:

  • Augen
  • Lefzen
  • Gliedmaßen
  • Rumpf
  • Hals
  • Augenlider
  • Stirn
  • Ohren
  • Oberlippe

Diagnose:

Die Diagnose geschieht durch den Tierarzt, welche Hautschichten abträgt und unter dem Mikroskop untersucht. Auch können die verstopften Talgdrüsen an den Haarfollikeln ausgequetscht werden. Dadurch wird auch Material für  eine mikroskopische Untersuchung gewonnen.

Behandlung:

Normalerweise bildet sich der Befall bei Jungtieren automatisch zurück. Dennoch wird empfohlen eine äußere Behandlung vorzunehmen. Hier können folgende Mittel helfen:

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Bildquelle: Gilles San Martin, cod_gabriel

 

 

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Kommentare

Mikus,Iris 2. Februar 2014 um 11:21

Hallo,
super Infos!
Habe 2 Schäferhunde! Jetzt erst weiss ich Bescheid!
SuperDANKE!

Antworten

Simon 2. Februar 2014 um 12:46

Dankeschön. Freut mich, dass ich helfen konnte :)


Daniel Schulz 2. April 2014 um 22:21

Okay habe mir nun alles zum Betreff Milben im Ohr bei Hunden angehört!

Meine maja hat welche ( schäferhündin) bin aber der meinung die 69€ zur bekämpfung kann man sich ersparen okay ganz kostenlos wird man nicht davon kommen, aber die liebe zum tier verpflichtet zur hilfe und wenn es nötig ist jeden tag.

ich werde es mal versuchen mit kochsalzlösung, denn salz entzieht ja bekanntlich flüssigkeit und diese tiere bestehen nur aus wasser und dem blut des wirtes oder trägers wie auch immer.

ich kenne mein tier genau so wie oben im video würde ich sagen das ist schon 80% kurz vor dem aua wenn sich nur ein tier am boden sielt! meine lässt nur ihr ohr hängen mehr nicht. bevor ich dies ihr laß gab ich ihr pflanzenöl ins ohr und muss sagen eine besserung tritt auch ein aber für eine heilung kann ich nicht garantieren.

ich weiß ja auch nicht wie die viecher ticken verkleppt sie öl ect?? okay salz wird sie austrocknen und warum immer auf seinen tierarzt hören ? denn nur selber wissen ist macht, klar im internet schreiben viele auch viel mist, aber das mit der kochsalz lösung klingt logisch bekam mein sohn als baby öfters für seine nase. mal schauen bin gern bereit bei solchen sachen zu helfen ein hund hat nun mal öfters milben im ohr wenn er draussen gehalten wird wie meine madam. nur tierarzt nur wenn es not wird weil das geht ins portmonai! es sind keine experimente denn kochsalzlösung bekommt jeder nach oder allgemein im krankhaus also kann es ja nicht schlecht sein. man weiß nur zuwenig darüber als otto normal verbraucher vielleicht hat es ja gewisse kräpfe auch parasieten zutöten sie aus zutrocknen usw. wie gesagt ich teste ich glaube daran jeden tag rein ins ohr und ich melde mich !!

Antworten

Simon 2. April 2014 um 22:33

Hallo Daniel,
danke für deinen Beitrag. Wünsche deiner Maja alles Gute & dass die Milben bald weg sind.
Freue mich, wenn du schreibst wie es mit ihr weiter ergangen ist.
Das hilft vielleicht auch dem ein oder anderen Leser mit ähnlichen Problemen.

Grüße

Birgit 16. September 2014 um 13:36

Man sollte aber hier vorher trotzdem einen Tierarzt zu rate ziehen, da gerade mit rum experimentieren im Gehörgang bei Tier und Mensch nicht zu spaßen ist. Der Gehörgang ist hochempfindlich, zuviel oder das falsche Mittel verabreicht bzw. falsche Reinigung führt zu gefährlichen Verletzungen !!!! Also immer nochmal den Rat eines guten Tierarztes einholen !


pk 8. Oktober 2014 um 22:25

Was ist mit der Hühner milbe?

Antworten

Simon 16. Oktober 2014 um 19:57

Hallo pk,
wenn du zur Hühnermilbe weitere Informationen hast, darfst du diese gerne in die Kommentare schreiben.
Grüße


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