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Hundesprache – Kommunikation über Duftstoffe

Im vierten und letzten Teil der Artikelreihe „Hundesprache – Verhalten beim Hund verstehen“, geht es um die nonverbale Kommunikation mit Duftstoffe bei Hunden.

Jeder kennt es, wenn sein Hund beim Gassi gehen auf einen anderen trifft und sie schnell anfangen sich gegenseitig zu beschnuppern. Meistens fangen Sie seitlich oder am Kopf  an und beschnuppern dann ihr Hinterteil. Für uns Menschen
wirkt das auf den ersten Blick komisch und belustigend. Für die Hunde ist das beschnuppern aber Teil eines komplexen Kommunikationsprozesses.

Warum das so ist, erfährt man in diesem Artikel.


Das sind die anderen Teile meiner Artikelreihe „Hundesprache – Verhalten beim Hund verstehen“:

Olfaktorische Signale – die Kommunikation der Hunde?

Unter der olfaktorischen Wahrnehmung versteht man den Geruchssinn, welcher bei Hunden enorm gut ausgebildet ist. Sie speichern in ihrem im Gehirn über ihr Riechzentrum Gerüche gekoppelt mit Erfahrungen ab und können diese jederzeit wieder abrufen, sollten Sie wieder einmal genau diesen Geruch aufnehmen.

Schon als Welpe sind richtige Wahrnehmung von Duftstoffen der Mutter lebensnotwendig, da so der Welpe die Zitzen der Mutter findet. Da ein neu geborener Welpe noch blind und taub ist, hat er sonst auch keine Möglichkeit an die Nahrung zu kommen.

So ist es kein Wunder, dass Hunde zu den Nasentieren zählen. Der Mensch hat gerade einmal 5 Millionen Geruchszellen, der Dackel 125 Millionen und ein Schäferhund 220 Millionen.

Die Unterschiede der einzelnen Hunderassen in der Geruchswahrnehmung ist auch der Grund, warum manche besonders gut als z.B. Lawinenhunde oder Sprengstoffhunde geeignet sind.

Warum beschnuppern sich Hunde am After?

Das beschnuppern am After ist eine der ersten Kommunikationsebenen über Duftstoffe, wenn zwei Hunde aufeinander treffen. Zuerst laufen sie seitlich aufeinander zu , am Kopf, geschnuppert. Anschließend geht es sehr schnell Richtung After, wo quasi ein zweites „Gesicht“ des Hundes sitzt.

Hunde beschnuppern sich am After

Hunde beschnuppern sich am After

Hier sitzen wichtige Drüsen, welche Informationen über den Hund bereithalten. So erfährt der andere Hund hier um was für ein Artgenosse es sich handelt, das Alter oder aber auch ob es ein Rüde oder eine Hündin ist.

Informationen welche über das riechen am Hinterteil übermittelt werden:

  • Geschlecht
  • Art der Rasse / Typ
  • Gemütsstimmung (aggressiv, freundlich, ängstlich, offen)

Das beschnuppern am After hilft also, schnell zu erkennen mit wem man es zu tun hat. Denn anders als beim Menschen sehen Hund von weitem nur bedingt, wer ihnen hier entgegen kommt.

Reviermarkierung über Duftstoffe.

Eine Sprache der Hunde, welche jedem Hundehalter bekannt sein dürfte, ist das markieren des Reviers.

Über die Reviermarkierung wissen Hunde bescheid, welche anderen Hunde durch ihr Revier streifen und wann sie das tun.

Sowohl im Harn, als auch im Kot sind Duftstoffe hinterlegt, welche vor allem an sehr gut erreichbaren Stellen platziert werden. Aus diesem Grund eignen sich dafür z.B. Laternenpfähle, Bäume am Wegesrand oder Mülleimer.

Hund schnuppert Duftstoffe

Hund schnuppert

Ein Hund wird in seinem Revier auch immer wieder an den gleichen Punkten urinieren, damit die Markierung aufgefrischt wird. Oft sind es auch nur ein paar Tröpfchen, die der Hund abgibt.

Aber wenn man die Stärke ihres Riechorgans kennt, weiß man, dass das absolut ausreichend ist.

Rüden markieren ihr Revier deutlich öfters als Weibchen. Die Weibchen sind nur dann gleichauf mit den Rüden, wenn ihr Eisprung naht. Dann markieren auch sie häufiger und wollen den Rüden ihre Läufigkeit mitteilen.

Welche Duftstoffe zur Kommunikation gibt es noch?

Unabhängig von den Analdrüsen oder der Markierung über Urin, hinterlassen Hunde auch Duftstoffe, wenn sie mit den Füßen auf dem Boden scharren. Die Schweißdrüsen zwischen den Zehen sorgen dafür, dass der Duftstoff sich mit dem Boden vermischt.

Auch dadurch können andere wiederum sehen, dass hier ein Artgenosse vorbeigekommen ist.

Hundesprache

Nach vier Artikeln über die einzelnen Kommunikationsmittel der Hunde, sieht man erst einmal wie komplex diese sind. Wie beim Menschen spielen verbale und nonverbale Signale eine große Rolle darin, wie wir miteinander kommunizieren.

Als Hundebesitzer empfiehlt es sich, mit jedem einzelnen Kommunikationsmittel auseinander zu setzen um so seinen Liebling immer besser verstehen zu können. Denn es ist sicherlich leichter als Mensch den Hund zu verstehen als umgekehrt. Oft verstehen wir Menschen unser Verhalten ja selbst nicht so richtig :)

Bildquelle: Theo Fruendt, vielen Dank für die Bereitstellung der Fotos deiner zwei Rottweiler „Bonny & Clyde“

 

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[Gesamt: 16   Durchschnitt:  4.1/5]


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Kommentare

Sebastian 13. Juni 2014 um 09:46

Sehr interessanter Artikel! Schön strukturiert und sehr angenehm zu lesen, mach weiter so!
Gruß, Sebastian.

Antworten

Simon 14. Juni 2014 um 20:26

Hallo Sebastian, dankeschön!
Immer schön zu hören, wenn ein Artikel gut ankommt :)
Grüße

sandra 3. Juli 2014 um 20:16

Hallo simon ich bin sandra ich wollte sagen das ichdas interassnt finde und fragen ob du so was wieder machen kannst

Simon 4. Juli 2014 um 09:59

Hallo Sandra. Dankeschön.
Was meinst du mit „wieder machen“?
Dieses Thema zur Hundesprache?

Grüße


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